Die Konsequenzen unseres Handelns

Im Alter von etwa drei Jahren fiel ein Junge in England in einen Gartenteich. Glücklicherweise wurde er vom Gärtner gerettet. Darauf versprach sein Vater dem Gärtner als Dank für dessen Sohn die Schule und, wenn er gut genug sei, auch die Universität zu bezahlen.
Dieser Gärtnersjunge war gut genug, studierte Medizin, erfand Jahre später das Penizillin und rettete vielen Millionen Menschen damit das Leben. Es war Alexander Fleming.
Der kleine Junge, den Flemings Vater vor dem Ertrinken gerettet hatte, war Winston Churchill, der späterer legendäre Premier Minister von England.

Diese Geschichte zeigt, dass wir nie wirklich wissen können, was unser Handeln für Konsequenzen hat. Sei es, dass wir einen kleinen Jungen aus dem Wasser ziehen oder dass wir die Idee eines Mitarbeiters ablehnen, in der ein riesiges Potenzial steckt.
Übrigens wäre es Tony Fadell beinahe genauso gegangen. Er hatte (angeblich im Skiurlaub) die Idee einen elektronischen Musik-Player mit einem dazu gehörigen Music-Store zu verknüpfen. Mit dieser Idee blitzte der damalige freie IT-Berater bei mehreren Firmen ab, bis Apple ihn engagierte. Was daraus geworden ist wissen wir: iPod und iTunes, das erfolgreichste Geschwisterpaar in der Musikgeschichte.

Zitat des Tages

Wir sehen Dinge nicht wie sie sind.
Wir sehen Dinge wie wir sind.

Aus dem Talmud

Kreativität und Schule

In unserer Branche haben wir viel mit Kreativität zu tun. Nun, eigentlich haben wir mehr mit der Verhinderung von Kreativität zu tun. Auf die Frage eines Unternehmers, wie man es schaffen könnte, dass die Ingenieure kreativere Dinge entwickeln, trifft oftmals diese Antwort zu: Hören Sie auf es zu verhindern! Das ist provokativ und wahr. Die Ursache ist wie immer rein menschlicher Natur. Für interessierte Führungskräfte empfehle ich dieses Buch: Miteinander Reden: Kommunikationspsychologie von u.a. Friedemann Schulz von Thun. Sie finden es hier in der Rubrik Kommunikation.
Die Grundlagen für unser Verhalten und auch unser Umgang mit Kreativität wird von der Schule stark beeinflusst. Besonders beeindruckt hat mich der Vortrag von Sir Ken Robinson zu diesem Thema.